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Feiner Betonstaub ist bei Bau-, Produktions- und Recyclingprozessen fast allgegenwärtig. Doch gerade das Unsichtbare birgt oft große Risiken. In diesem Artikel erfahrt Ihr:

Betonstaub entsteht überall dort, wo Beton geschnitten, gebohrt, gebrochen oder recycelt wird. Dieser Staub besteht aus winzigen mineralischen Partikeln. Besonders gefährlich ist der sogenannte respirable Staub. Als respirabel bezeichnet man Staub, dessen Teilchen so klein sind, dass sie tief in die Lunge eindringen können. Betonstaub ist oft mit Quarzanteilen durchsetzt – diese machen ihn zusätzlich kritisch für die Gesundheit.
Feiner Betonstaub kann schon beim Einatmen kurzfristig zu Reizungen der Augen und der Atemwege führen. Bei längerem Einatmen steigt das Risiko für ernsthafte Krankheiten wie Staublunge (Silikose), chronische Bronchitis oder andere Lungenerkrankungen.
Besonders gefährlich ist der im Beton enthaltene kristalline Quarz. Wird dieser Staub über viele Jahre eingeatmet, kann er schwere und dauerhafte Schäden an der Lunge verursachen.
Staub wird danach unterschieden, wie tief er in die Atemwege eindringen kann. Grober Staub bleibt meist in Nase und Rachen hängen. Sehr feiner Staub kann bis in die kleinsten Lungenbläschen gelangen und dort den größten Schaden anrichten.
Schutzmaßnahmen wie Atemschutzmasken und Absauganlagen sind deshalb sehr wichtig. Sie müssen richtig ausgewählt und benutzt werden. Bei dauerhafter Staubbelastung reichen einzelne Schutzmaßnahmen oft nicht aus und müssen durch weitere Maßnahmen ergänzt werden.
In Deutschland greifen beim Umgang mit Betonstaub verschiedene Vorgaben, etwa durch die „Technischen Regeln für Gefahrstoffe“ (TRGS) sowie die Arbeitsstättenverordnung. Für alveolengängige Stäube gelten strikte Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW). Der AGW für respirablen Staub liegt aktuell bei 1,25 mg/m³ Luft, für Quarzstaub noch darunter. Regelmäßige Messungen und Dokumentation sind verpflichtend und werden von staatlichen Stellen wie der Berufsgenossenschaft kontrolliert. Wer die Werte überschreitet, muss sofort tätig werden – andernfalls drohen Bußgelder oder Baustopps.
Staubquellen gibt es in Betonwerken und auf Baustellen viele:
Die Partikel verteilen sich rasch in der Luft und setzen sich auf Maschinen und Oberflächen ab. Oft reichen lokale Absauganlagen nicht aus, da sich der Staub diffus im Raum verteilt. Viele Staubarten sind per Auge kaum erkennbar, was die Risikobewertung erschwert. Selbst offene Lager- und Produktionsbereiche sind betroffen – die Haltung von Ordnung und Sauberkeit verlangt ständige Aufmerksamkeit und spezielle Lösungen.
Zum effektiven Schutz werden raumlufttechnische Anlagen eingesetzt. Moderne Luftreiniger nutzen mehrstufige Filtersysteme, die Feinstaub und sogar schädliche Quarzpartikel sicher aus der Luft entfernen. Besonders wirkungsvoll sind HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air), die selbst kleinste Partikel zurückhalten. Kombiniert mit intelligenten Luftstrom- und Sensorlösungen lässt sich die Staubbelastung durch Betonverarbeitung auf ein Minimum reduzieren. Im Idealfall ergänzt die Raumfilterung stationäre Absaugungen an Maschinen und mobile Staubfänger – so entsteht ein umfassender Arbeitsschutz.
Wer Betonstaub konsequent kontrolliert, schützt nicht nur die Gesundheit, sondern profitiert wirtschaftlich. Saubere Abläufe verringern Ausfallzeiten und Reinigungskosten. Geräte und Maschinen verschleißen weniger schnell, Wartungsintervalle werden länger. Außerdem sinkt das Risiko für gesetzliche Strafen und teure Krankheitsausfälle der Mitarbeitenden erheblich. Eine sichtbare Verbesserung der Luftqualität steigert Motivation und Attraktivität für Fachkräfte – ein oft unterschätzter Nebeneffekt.
Der Umgang mit Betonstaub verlangt einen Mix aus technischen, organisatorischen und persönlicher Schutzmaßnahmen:
Identifiziere und überwache regelmäßig alle Staubquellen.
Setze wirkungsvolle Staubabscheider, Abdeckungen und zeitgemäße Luftfiltersysteme ein.
Schulungen für Mitarbeitende zu Gesundheitsrisiken und korrektem Verhalten.
Dokumentiere Staubmessungen und erfülle alle gesetzlichen Auflagen.
Prüfe neue Technologien regelmäßig auf Aktualität und Effizienz.
So wird der Arbeitsplatz sicherer, die Einhaltung gesetzlicher Regeln erleichtert und nachhaltiger Unternehmenserfolg unterstützt.
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Betonstaub reizt Atemwege und kann langfristig Lungenkrankheiten wie Silikose verursachen, besonders durch enthaltenen Quarzfeinstaub.
Besonders feiner Staub besteht aus sehr kleinen Staubteilchen. Diese sind so klein, dass sie beim Einatmen bis in die kleinsten Bereiche der Lunge, die Lungenbläschen, gelangen können. Dort können sie sich ablagern und bei längerem Einatmen schwere und dauerhafte Lungenschäden verursachen.
Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für alveolengängige Stäube liegt derzeit bei 1,25 mg/m³. Bei Überschreitung sind Sofortmaßnahmen vorgeschrieben.
Durch Kombination aus Absaugungen, Raumluftreinigung (z. B. mit HEPA-Filtern) und regelmäßigen Staubmessungen wird die Belastung wirkungsvoll reduziert.
Sie minimiert Ausfälle und Reinigungskosten, verlängert Maschinenlebensdauer und stärkt die Gesundheit und Motivation der Beschäftigten.